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Von jedem Euro gehen rund 85 Cent in den Rettungsdienst
Ein leistungsstarker Rettungsdienst setzt qualifiziertes Personal und modernste Technik voraus – und kostet viel Geld. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Hilfsorganisationen ergeben sich die Kosten für die Arbeit der Seenotretter weniger situationsbedingt (z.B. Hungersnöte oder Naturkatastrophen), sondern zwangsläufig und kontinuierlich. Die DGzRS muss stets für den extremen Notfall gerüstet sein. Unser »Projekt« ist Rettung aus Seenot – das ganze Jahr, bei jedem Wetter!
Die Ausgabenstruktur der DGzRS gliedert sich vornehmlich in zwei Bereiche: die Unterhaltung des laufenden Betriebs und die Finanzierung dringend erforderlicher Investitionen.
Wichtigster Bestandteil ist natürlich der Rettungsdienst selbst. Auf diesen Bereich mit 61 Seenotrettungsbooten und Seenotkreuzern, 186 fest angestellten und 800 ehrenamtlich tätigen Seenotrettern, 54 Stationen auf den Inseln und entlang der Küsten, der SEENOTLEITUNG BREMEN und »Bremen Rescue Radio«, der eigenen Reparaturhalle sowie der Inspektion in der Zentrale in Bremen entfielen im vergangenen Jahr 85,4 % der Kosten, auf die Verwaltung entfielen 4,8 % und auf die Werbung 9,8 %.
Investitionen – wie der Bau neuer Einheiten – werden über den Sammlungserlös hinaus nicht zuletzt durch zweckgebundene außergewöhnliche Spenden sowie Zuwendungen aus Stiftungen und Nachlässen finanziert, aus denen hierfür gegebenenfalls auch Rücklagen gebildet werden.
Auf vielfältige Weise ist sichergestellt, dass die den Seenotrettern anvertrauten Mittel ordnungsgemäß zur Erfüllung der umfangreichen Aufgaben verwendet bzw. für mittelfristige Projekte angelegt werden.
Die DGzRS wird vom Finanzamt regelmäßig auf ihre Gemeinnützigkeit überprüft.
Darüber hinaus erteilen Wirtschaftsprüfer jährlich neu ein entsprechendes Testat.
Ferner unterzieht sich die Gesellschaft einer sorgfältigen internen Revision.
Anerkennung ihrer Arbeit auf See und anLand fand die DGzRS wieder durch das Spendensiegel, das ihr Ende 2009 vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI)
in Berlin erneut verliehen wurde. Mit diesem Spendensiegel als »Zeichen für Vertrauen« attestiert das DZI nicht zuletzt, dass die Spenden dem eigentlichen Zweck zugute kommen und Ausgaben für Verwaltung und Werbung angemessen sind.
Die Seenotretter sagen allen Förderern herzlichen Dank
Die eigentlichen Sammlungserlöse (siehe im Detail unten) belaufen sich im Jahr 2009 auf 18,2 Mio. Euro. Sie sind damit im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (2008: 18,3 Mio. Euro). Die Gesamteinnahmen der DGzRS – bestehend aus diesen Sammlungserlösen sowie Stiftungserträgen, Nachlässen, Kapitalerträgen und sonstigen Erlösen – sind dagegen von 30,1 Mio. Euro auf 55,9 Mio. Euro gestiegen. Dieser außerordentliche und in der Geschichte der DGzRS wohl einmalige Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus einem Nachlass aus dem süddeutschen Raum, der Ende 2009 zum Tragen gekommen ist.
Nicht zuletzt dank dieser Zuwendung können Maßnahmen im Bereich der Rettungsflotte realisiert werden, die in erheblichem Maße dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit unseres Seenotrettungsdienstes nachhaltig sicherzustellen. An dieser Stelle sei nochmals betont (und man kann es nicht oft genug sagen): Die Seenotretter beanspruchen zur Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben keinerlei staatliche Zuschüsse oder andere öffentliche Gelder.
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