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Das 8,5-Meter-Seenotrettungsboot gehört zu einer Serie, die auf der Basis vorhergegangener Prototypen(*) entwickelt worden ist. Wie die Seenotkreuzer ist dieses 8,5-Meter-Boot als Schweißkonstruktion ganz aus seewasserbeständigem Leichtmetall (Al Mg 4,5 Mn/W 28) im bewährten Netzspantensystem gebaut. Es zeichnet sich durch hohe Seetüchtigkeit aus. In Grundsee und Brandung besitzt das Boot gute See-Eigenschaften, manövriert einwandfrei, übersteht heftige Grundstöße und -berührungen und ist in der Lage, dank des neuartigen, rundumlaufenden Fendersystems, auch bei höheren Fahrtstufen und erschwerten Bedingungen längsseits zu gehen.
Durch die Anordnung der Tanks und Leerzellen ist das Innere des Bootes bei eventuellen Beschädigungen praktisch durch eine zweite Haut, im Bereich der Kühltaschen sogar durch eine dritte, geschützt. Das Boot wird wahlweise vom inneren Fahrstand oder vom Außenfahrstand geführt. Die Besatzung sitzt dabei auf Spezial-Sicherheitsstühlen in Schalenform und ist mit einem Gurtsystem gesichert.

Hauptdaten
Länge: 8,52 / * 8,28 Meter

Breite: 3,10 Meter
Tiefgang: 0,95 / * 0,85 Meter
Verdrängung: 5,5 / * 4,6 Tonnen
Geschwindigkeit: 18 Knoten
Reichweite: min. 200 Seemeilen
Kapazität (Schiffbrüchige): 13
Pfahlzug: 2,0 Tonnen


Antriebsanlage

Mercruiser/BMW D254AC, 162 kW


Rettungsdienstausrüstung

transportable Fremdlenzpumpe
Notfallrucksack


Stationierung

ASMUS BREMER                            MARIE LUISE RENDTE

FRANZ STAPELFELDT                   GÜNTHER SCHÖPS
GERHARD TEN DOORNKAAT        KARL VAN WELL
DORNBUSCH                                CASSEN KNIGGE
PUTBUS                                        WALTER MERZ
OTTO BEHR                                  HELLMUT MANTHEY
HERMANN ONKEN                        JENS FÜERSCHIPP
CREMPE                                        BALTRUM
BOTTSAND                                   STRALSUND






Die ASMUS BREMER ist der erste von drei Prototypen der 8,5-Meter-Klasse. Gebaut wurde sie 1987 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 21. Dezember 1987 auf der Station Schilksee im Olympiahafen Nord. Die dortige Besatzung besteht aus 18 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der ASMUS BREMER lautet DF 7680. Benannt ist sie nach einem ehemaligen Bürgermeister der Landeshauptstadt Kiel.





Die MARIE LUISE RENDTE ist der zweite von drei Prototypen der 8,5-Meter-Klasse. Gebaut wurde sie 1988 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert war das Seenotrettungsboot bei seiner Indienststellung am 23. Juni 1988 zunächst auf der Station Brunsbüttel, anschließend in Ueckermünde und am Darßer Ort. Seit dem 30. August 2003 liegt sie auf der Station Schilksee im Olympiahafen Nord. Die dortige Besatzung besteht aus 18 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der MARIE LUISE RENDTE lautet DF 7681. Benannt ist sie nach einem Mitglied der Familie Rendte, die durch eine Schenkung den Bau des Bootes ermöglichte.





Die FRANZ STAPELFELDT ist der dritte Prototyp der 8,5-Meter-Klasse. Gebaut wurde sie 1990 bei der Schweers-Werft in Bardenfleth. Stationiert war das Seenotrettungsboot bei seiner Indienststellung am 17. August 1990 zunächst auf der Station Puttgarden. Seit dem 21. April 2000 liegt sie auf der Station Maasholm im Fischereihafen. Die dortige Besatzung besteht aus 19 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der FRANZ STAPELFELDT lautet DA 3112. Benannt ist sie nach dem ehemaligen Generaldirektor der Werft AG Weser. Verwandte des Namengebers hatten den Bau des Bootes durch Berücksichtigung in ihrem Nachlass ermöglicht.





Gebaut wurde die GÜNTHER SCHÖPS 1992 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 23. Juni 1992 auf der Station Timmendorf/Poel im Hafen an der Lotsenbrücke. Die dortige Besatzung besteht aus 20 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der GÜNTHER SCHÖPS lautet DH 3767. Benannt ist sie nach dem ersten Namengeber der heutigen Schöps-Friedrich-Stiftung, von denen die Seenotretter nachhaltig unterstützt werden.





Gebaut wurde die GERHARD TEN DOORNKAAT 1992 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 10. November 1992 auf der Station Ueckermünde im städtischen Hafen im Karnigkrug. Die dortige Besatzung besteht aus 15 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der GERHARD TEN DOORNKAAT lautet DH 3768. Benannt ist sie nach einem Unternehmer, dessen Stiftung die Finanzierung der Baukosten übernahm.





Gebaut wurde die KARL VAN WELL 1992 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 10. November 1992 auf der Station Damp im Yachthafen. Die dortige Besatzung besteht aus 21 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der KARL VAN WELL lautet DH 3769. Benannt ist sie nach einem Förderer der DGzRS.





Gebaut wurde die DORNBUSCH 1993 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert war das Seenotrettungsboot bei seiner Indienststellung am 15. April 1993 auf der Station Vitte auf Hiddensee. Seit dem 9. September 2006 liegt es in Breege auf Rügen an der Steganlage des Segelclubs. Die dortige Besatzung besteht aus elf freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der DORNBUSCH lautet DH 3770. Benannt ist sie nach einem Naturschutzgebiet auf der Insel Hiddensee.





Gebaut wurde die CASSEN KNIGGE 1993 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 15. Juni 1993 auf der Station Norddeich an einem Ponton im Kommunalhafen. Die dortige Besatzung besteht aus 13 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der CASSEN KNIGGE lautet DH 3771. Benannt ist sie nach einem Rettungsmann der DGzRS, der während eines Einsatzes tödlich verunglückte.





Gebaut wurde die PUTBUS 1993 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 7. Juni 1993 auf der Station Lauterbach auf Rügen an der Steganlage im Yachthafen. Die dortige Besatzung besteht aus neun freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der PUTBUS lautet DH 3772. Benannt ist sie nach einer Kleinstadt auf der Insel Rügen.





Gebaut wurde die WALTER MERZ 1993 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert war das Seenotrettungsboot bei seiner Indienststellung am 21. Juni 1993 auf der Station Juist. Dort wurde es auf den Namen JUIST – nach der ostfriesischen Insel – getauft. Seit dem 9. September 2006 liegt das Seenotrettungsboot in Schleswig am Ponton im Hafen. Am 5. Oktober 2008 wurde es dort in einer feierlichen Zeremonie auf seinen heutigen Namen getauft. Die Besatzung der Station Schleswig besteht aus 19 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der WALTER MERZ lautet DH 3773.





Gebaut wurde die OTTO BEHR 1993 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 13. Juli 1993 auf der Station Wilhelmshaven an einer Pontonanlage im Nassauhafen. Die dortige Besatzung besteht aus acht freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der OTTO BEHR lautet DH 3774. Benannt ist sie nach einem Bremer Baumwoll-Kaufmann, der die DGzRS in seinem Nachlass bedachte.





Gebaut wurde die HELLMUT MANTHEY 1993 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 24. September 1993 auf der Station Lippe im Alten Hafen auf der Nordseite. Die dortige Besatzung besteht aus sieben freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der HELLMUT MANTHEY lautet DH 3775. Benannt ist sie nach einem Förderer der DGzRS, dessen Witwe eine Stiftung zugunsten des Rettungswerkes einrichtete.





Gebaut wurde die HERMANN ONKEN 1993 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 29. Oktober 1993 auf der Station Fedderwardersiel im Fischereihafen. Die dortige Besatzung besteht aus elf freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der HERMANN ONKEN lautet DH 3776. Benannt ist sie nach dem langjährigen Vormann der Station Fedderwardersiel.





Gebaut wurde die JENS FÜERSCHIPP 1993 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 22. November 1993 auf der Station Gelting im Sportboothafen. Die dortige Besatzung besteht aus 16 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der JENS FÜERSCHIPP lautet DH 3777. Benannt ist sie nach einem Original aus der Region Gelting.


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Gebaut wurde die CREMPE 1994 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 3. März 1994 auf der Station Neustadt im Stadthafen. Die dortige Besatzung besteht aus 33 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der CREMPE lautet DH 3778. Benannt ist sie nach der mittelalterlichen Bezeichnung des Ortes Neustadt.





Gebaut wurde die BALTRUM 1994 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert war das Seenotrettungsboot bei seiner Indienststellung am 7. April 1994 zunächst auf der Station Baltrum. Seit Dezember 2004 liegt es auf der Station Horumersiel im kommunalen Außenhafen. Die dortige Besatzung besteht aus 15 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der BALTRUM lautet DH 3779. Benannt ist sie nach der ostfriesischen Insel.


Einsatz BALTRUM ...mehr





Gebaut wurde die BOTTSAND 1994 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert ist das Seenotrettungsboot seit seiner Indienststellung am 29. Mai 1994 auf der Station Laboe im Fischereihafen. Die dortige Besatzung besteht aus 34 freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der BOTTSAND lautet DH 3780. Benannt ist sie nach einem Seegebiet innerhalb der Kieler Förde.





Gebaut wurde die STRALSUND 1994 bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen. Stationiert war das Seenotrettungsboot bei seiner Indienststellung am 1. Juni 1994 zunächst auf der Station Stralsund. Seit dem Frühjahr 2006 liegt es auf der Station Prerow/Wieck am Wasserwanderrastplatz. Die dortige Besatzung besteht aus sieben freiwilligen Rettungsmännern. Das Rufzeichen der STRALSUND lautet DH 3781. Benannt ist sie nach der Hansestadt in Mecklenburg-Vorpommern.





Spezialschiffe sind teuer.

„Wenn wir die Platten fünf Millimeter dick nehmen, reicht das“, sagte der Werftchef. „Dann machen wir sie doppelt so dick“, haben wir geantwortet.

 

Seenotretter müssen ihren Schiffen und ihrer Ausrüstung bedingungslos vertrauen können. Sie helfen uns dabei.

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