HOMEKONTAKTFAQSUCHENEWSLETTER







Kugelpanorama Maschinenraum 27-m-Klasse


Die Seenotkreuzer der 27-Meter-Klasse sind als Schweißkonstruktion ganz aus seewasserbeständigem Leichtmetall in bewährtem Netzspantensystem gebaut und zeichnen sich besonders durch ihre hohe Seetüchtigkeit und ihre sich selbstaufrichtenden Eigenschaften aus. Sie sind für den Einsatz bei jedem Wetter im Küstengebiet und auf hoher See bestimmt. Sie besitzen in Grundsee und Brandung gute See-Eigenschaften, manövrieren einwandfrei, überstehen heftige Grundstöße und -berührungen und sind in der Lage, unter schwersten Bedingungen beim Havaristen längsseits zu gehen. Durch ihre Anordnung von Tanks und Leerzellen ist das Innere der Boote bei eventuellen Beschädigungen durch eine zweite Haut, im Bereich der Kühltaschen sogar durch eine dritte, geschützt.

Besonderheiten: Im Frühjahr 1995 wurde die ALFRIED KRUPP  infolge ihres schweren Seeunfalles in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar sicherheitstechnisch umgebaut und verbessert. Sie erhielt einen geschlossenen oberen Fahrstand (der untere entfiel) sowie als erster Seenotkreuzer eine verbreiterte Heckform, die sogenannte Delta-Form (breiteste Stelle des Schiffes ist das Heck). Diese umfangreichen Umbauten geben der Besatzung mehr Schutz vor Wind und See sowie dem Schiff eine bessere Kursstabilität bei hoher See von achtern.

Hauptdaten
                                      Seenotkreuzer       Tochterboot
Länge (m)                            27,50                 8,18/7,50
Breite (m)                              6,53                      2,50
Tiefgang (m)                          2,10                      0,80
Verdrängung (t)                     103                        4,3
Geschwindigkeit (kn)               23                        17
Reichweite (sm)                 min. 770                min. 200
Kapazität (Schiffbrüchige)      145                       10/8

Löschleistung/Wurfweite (m³/h, m)    2000 / 130    
Schaummittelvorrat (l)            500   
Pfahlzug (t)                            12,5                        2

Antriebsanlagen
Mittelmaschine: MTU 12 V 396 TB 93, 1.200 kW

Seitenmaschinen: 2 x MWM TBD 234 V 12, 610 kW
Bugstrahl-Anlage: 75 kW

Tochterboot: Mercruiser D 219 AC, 132kW/BMW D 636, 132 kW


Rettungsdienstausrüstung

Fremdlenzpumpe/transportable Fremdlenzpumpen
medizinische Notfallausrüstung für die erweiterte Erstversorgung

Notfallrucksack (Tochterboot)


Stationierung
BERLIN
HERMANN HELMS
ALFRIED KRUPP
VORMANN STEFFENS
ARKONA
BREMEN






Gebaut wurde die BERLIN 1985 bei der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack. Ihr Tochterboot trägt den Namen STEPPKE. Stationiert ist der Seenotkreuzer seit seiner Indienststellung am 29. Mai 1985 auf der Station Laboe im Fischereihafen. Das Rufzeichen der BERLIN lautet DBAH. Benannt ist sie nach der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Der Name des Tochterbootes bezeichnet in der Berliner Mundart einen pfiffigen Jungen.






Gebaut wurde die HERMANN HELMS 1985 bei der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack. Ihr Tochterboot trägt den Namen BIENE. Stationiert ist der Seenotkreuzer seit seiner Indienststellung im Oktober 1985 auf der Station Cuxhaven im Fährhafen. Das Rufzeichen der HERMANN HELMS lautet DBAM. Benannt ist sie nach dem Vorsitzer der DGzRS in den Jahren 1943 bis 1980. Der Name des Tochterbootes wurde in Anlehnung an die Tochter von Hermann Helms gewählt.






Gebaut wurde die ALFRIED KRUPP 1988 bei der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack. Ihr Tochterboot trägt den Namen GLÜCKAUF. Stationiert ist der Seenotkreuzer seit seiner Indienststellung am 1. Juni 1988 auf der Station Borkum im Landeshafen. Das Rufzeichen der ALFRIED KRUPP lautet DBAA. Benannt ist sie nach dem Gründer der Alfried-Krupp-von-Bohlen-und-Halbach-Stiftung, die den Bau des Seenotkreuzers unterstützte. Der Name des Tochterbootes bezeichnet einen Bergmannsgruß.






Gebaut wurde die VORMANN STEFFENS 1989 bei der Schweers-Werft in Bardenfleth. Ihr Tochterboot trägt den Namen ADELE. Stationiert war der Seenotkreuzer bei seiner Indienststellung am 12. Mai 1989 auf der Station Wilhelmshaven. Seit Dezember 1994 liegt er in Hooksiel im Außenhafen. Das Rufzeichen der VORMANN STEFFENS lautet DBAE. Benannt ist sie nach nach der Neuharlingersieler Familie Steffens, der seit vielen Generationen Rettungsmänner der DGzRS entstammen. Der Name des Tochterbootes erinnert an eine Gönnerin des Rettungswerkes.






Gebaut wurde die ARKONA 1992 bei der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack. Ihr Tochterboot trägt den Namen CASPAR. Stationiert war der Seenotkreuzer bei seiner Indienststellung am 22. August 1992 auf der Station Sassnitz. Seit August 2003 liegt er in Warnemünde am Alten Strom. Das Rufzeichen der ARKONA lautet DBAD. Benannt ist sie nach der Nordspitze der Insel Rügen. Der Name des Tochterbootes erinnert an den Maler Caspar David Friedrich.



Einsatz ARKONA






Gebaut wurde die BREMEN 1993 bei der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack. Ihr Tochterboot trägt den Namen VEGESACK. Stationiert ist der Seenotkreuzer seit seiner Indienststellung am 22. Januar 1993 auf der Station Grömitz im Yachthafen. Das Rufzeichen der BREMEN lautet DBAS. Benannt ist sie nach der Hansestadt an der Weser, dem Sitz der DGzRS-Zentrale. Der Name des Tochterbootes bezeichnet den Stadtteil Bremens, an dessen Seefahrtsschule im 19. Jahrhundert Adolph Bermpohl wirkte, einer der drei Gründerväter des Seenotrettungswerkes.






Spezialschiffe sind teuer.

„Wenn wir die Platten fünf Millimeter dick nehmen, reicht das“, sagte der Werftchef. „Dann machen wir sie doppelt so dick“, haben wir geantwortet.

 

Seenotretter müssen ihren Schiffen und ihrer Ausrüstung bedingungslos vertrauen können. Sie helfen uns dabei.

Retter ausrüsten